Biographie
Flix
Flix lebt in Berlin-Mitte. Im Jahr 2002 hat er als Diplomarbeit an der Hochschule der bildenden Künste Saarbrücken einen Comic eingereicht. Der wurde kurz danach unter dem Titel "held" bei Carlsen Comics veröffentlicht und gewann mehrere Auszeichnungen. Seitdem arbeitet er als Comiczeichner.

In den letzten Jahren sind drei Graphic Novels ("held", "sag was" und "mädchen"), drei Cartoonbände ("VerFLIXt!", "Du bist süss!" und "Verliebt!"), zwei Comictagebücher ("heldentage" und "Der Swimmingpool des kleinen Mannes"), ein Erinnerungscomic ("Da war mal was..."), ein Weihnachtsbüchlein ("Tut mir leid, aber Weihnachten fällt aus"), zwei Neuinszenierungen klassischer Literaturvorlagen ("Faust" und "Don Quijote") und eine Kindercomic ("Ferdinand, der Reporterhund", zusammen mit Ralph Ruthe) entstanden, die allesamt im CARLSEN VERLAG veröffentlicht worden sind.
 
"held", "sag was", "mädchen" und "Da war mal was..." wurden bisher in insgesamt fünf verschiedene Sprachen übersetzt. Spanisch, Französisch, Polnisch, Portugisisch und Koreanisch.

Flix hatte nach dem Studium an seiner Hochschule in Saarbrücken eine Dozentenstelle für Zeichnerei inne und leitet immer wieder Comicworkshops im In- und Ausland. Er arbeitet für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften ("Tagesspiegel", "Frankfurter Allgemeine Zeitung", "Dein SPIEGEL" u.a.) und bringt regelmäßig mit seinem Live-Leseprogramm seine Comicgeschichten vor Publikum auf die Bühne.
FAQ
Flix in Action

Flix Werkzeug

WANN ERSCHEINT DEIN NÄCHSTES BUCH?

Im August 2013 ist der zweite Band von "Ferdinand, der Reporterhund" im
CARLSEN VERLAG erscheinen. Auch hier versammeln sich wieder die 
Geschichten, die imn den letzten Jahren im Nachrichten-Magazin "Dein SPIEGEL"
vorveröffentlicht wurden. Bei dieser Reihe schreibt Ralph Ruthe die Texte und ich
mache die Zeichnungen. Für das Buch haben wir alle Geschichten überarbeitet
und durch gut 20 neue Illustrationen ergänzt. Ist ein schönes Teil geworden.

Als nächstes wird mein erstes Bilderbuch erscheinen. Es trägt den Titel "Das Schlaf"
und wird im Frühjahr 2014 im ALADIN VERLAG erscheinen.

WELCHE WEBCOMICS KANNST DU MIR EMPFEHLEN?

Da James Kochalka ja sein American Elf-Comictagebuch eingestellt hat, führt mich mein
Internetspaziergange zunächst erst zu meinen Kollegen Ralph Ruthe und Joscha Sauer,
dann weiter zu BeetlebumDas Leben ist kein PonyhofSchlogger bis zum Rande der Gesellschaft.
Großartig ist auch Boulet und der Blog von Lewis Trondheim.

WIE HAST DU MIT DEM ZEICHNEN ANGEFANGEN?

Anfang der 80er Jahre gab es in den Deckeln der Nutellagläser dreiteilige
Schlumpf-Zeichenschablonen. Das hat mich sehr begeistert.

UND SEIT WANN MACHST DU COMICS?

Mit ca. 16 habe ich angefangen, mich ernsthaft mit dem Medium Comic zu
beschäftigen. Ich hatte einen Freund, der in einer Comic- und Kinderbuchhandlung
eine Ausbildung gemacht hat. Und jedes Mal, wenn ich ihn besucht habe, hat er
mir ein paar neue Hefte gezeigt, die er für lesenswert hielt. Eines Tages hat er
mir „The Dark Knight Returns“ von Frank Miller in die Hand gedrückt; da hat es
klick! gemacht und ich dachte: “Das will ich auch machen!“.

WAS IST DEIN LIEBLINGSCOMIC?

Meine unsortierte Top10:

"Hicksville" von Dylan Horrocks
"Blankets" von Craig Thompson
"Superparadis" von Ralf König
"Isaak, der Pirat" von Christophe Blain
"Pinocchio" von Winshluss
"Dropsie Avenue" von Will Eisner
"Bäche und Flüsse" von Rabaté
"Blast" von Manu Larcenet
"Pjöngjang" von Guy Delisle
"Strandsafari" von Mawil

DU MACHST JA COMICLESUNGEN. WIE MUSS ICH MIR DAS VORSTELLEN?

Eine Comic-Lesung funktioniert so: Ich stehe auf der Bühne und lese die Texte aus
meinen Comicgeschichten vor. "Don Quijote",  "Faust", "Da war mal was..." oder anderes. 
Parallel dazu werfe ich mittels Laptop und Beamer auf eine Leinwand die passenden Bilder.
Daraus entsteht eine audiovisuelle Erlebnis, das mit "langsames Kino" gar nicht
schlecht beschrieben ist. Einfach mal kommen und kucken. Macht Spaß. Und ist
nochmal was ganz anderes, als wenn man die Geschichten selber liest.

SIND DEINE COMICS IMMER AUTOBIOGRAPHISCH?

Nein.

„held“ nennt sich zwar ein autobiographischer Comic, ist aber nur
in der ersten Hälfte rein autobiographisch. Die zweite Hälfte, ab Seite 68, ist
frei von der Leber weg erfunden. Quasi mein Wunschtraum, wie mein Leben
weitergehen könnte. „sag was“ basiert auf einem realen Erlebnis, jedoch ist die
Geschichte, wie sie dann im Buch zu lesen ist, so nie passiert. Lea, Leif und
Sophie und alle anderen auftretenden Personen haben zwar reale Vorbilder, sind
aber in der Geschichte autarke Charaktere. Generell kann ich sagen, dass meinen
Comics zwar immer eine reale Begebenheit zugrunde liegt, sie aber, trotz des
„echten“ Tonfalls in dem ich sie erzähle, Fiktion sind.

WELCHE PREISE HAST DU SCHON GEWONNEN?

Den ICOM-Independent Comicpreis 2003, den Max&MoritzPreis 2004, eine
Auszeichnung beim Nachwuchswettbewerb des Art Director’s Club Deutschland 2003
und eine Auszeichnung beim Lucky Strike Junior Designer Award 2003 für „held“.
Beim 1. Swiss Cartoon Award 2004 gabs eine Auszeichnung für meine
„VerFLIXt!“-Cartoons. Den ersten Preis beim Stuttgart Cartoon-Award 2007. 
Für „Der Swimmingpool des kleinen Mannes" den Münchener Comicpreis „Peng!"
als „Bester deutscher Comic 2009". Und für die Copmicreihe „Schöne Töchter" den
Max&Moritz-Preis 2012 für den „Besten Comicstrip". 

WIE GROSS SIND DEINE ORIGINALZEICHNUNGEN? AUF WELCHEM FORMAT ARBEITETST DU?

Das ist ganz unterschiedlich.

Die "heldentage" sind ziemlich klein, sie
haben im Original ein Format von 8 x 11cm. Bei "held" und "sag was" sind die
Orinalseiten 21,5 x 32,5cm groß. "mädchen" ist auf DinA4 gezeichnet, hat also
ein Format von 21 x 29,7cm. Die Episoden von "Da war mal was..." sind auf DinA3
entstanden (29,7 x 42cm), "Ferdinand" hat ebenfalls diese Größe, "Faust" habe
ich auf 52 x 21,5cm angelegt und die Episoden der Reihe "Schöne Töchter"
(aktuell im Tagesspiegel) haben ein Format von ca. 42 x 42cm.

AUF WELCHEM PAPIER ZEICHNEST DU?

Skizzen und Entwürfe mache ich auf billigem Druckerpapier. Reinzeichnungen dann
meistens auf den 190g/m² "Nostalgie"-Skizzenblöcken von Hahnemühle.
Und manchmal, wenn der Strich rauher aussehen soll, nehme ich großformatiges
Noname-Aquarellpapier, das man bei Boesner kaufen kann.

ICH HÄTTE GERNE EINE KLEINE ZEICHNUNG MIT SIGNATUR VON DIR. WAS MUSS ICH TUN?

In letzter Zeit bekomme ich immer wieder
Blankokarten mit Rückumschlag zugesendet, beiliegend die Bitte, ich möge eine
kleine Zeichnung mit Signatur anfertigen. Oft habe ich dabei das Gefühl, es geht
den Absendern nicht um mich oder meine Arbeit, die scheinen sie teilweise noch
nicht einmal zu kennen, sondern um das Komplettieren ihrer Sammlung. Deswegen
möchte ich diesen Bitten nicht nachkommen. Kleine Zeichnungen und/oder eine
Signatur mache ich gerne bei meinen Signierstunden bzw. im Anschluss an meine
Lesungen. Das finde ich schöner und persönlicher. So können wir uns ein bisschen
kennen lernen, du kannst mir sagen, was du möchtest, wir plaudern und es wird
für beide Seiten zu einem prima Erlebnis. 

NIMMST DU AUFTRÄGE AN?

Schon.

Ich arbeite in letzter Zeit regelmäßig für verschiedene Zeitungen
(Tagesspiegel, F.A.Z.) und Zeitschriften (DeinSpiegel) und wenn es meine Zeit
zulässt, zeichne ich dazu noch Plattencover, Postkarten, Illus etc. … Meine
Hauptarbeit sind aber meine Comics und Bücher. Deswegen muss ich die Aufträge,
die ich annehme, ziemlich genau aussuchen und kann leider nicht alles machen.

ICH MAG DEINE ARBEIT. WIE KANN ICH DICH UNTERSTÜTZEN?

Vielen Dank. Da gibt es mehrere Möglichkeiten.

Zum einen hilft es sehr, wenn Du meine Comics in den Sozialen Netzwerken, in denen Du
unterwegs bist, teilst. Erzähle anderen von dem, was Du magst. Je mehr Menschen so von
meiner Arbeit erfahren und meine Comics lesen können, desto besser.

Zum anderen hilft es mir, wenn Du meine Bücher kaufst. Wenn Du schon alle meine Bücher hast,
dann ist das toll. Aber dann kauf noch eins und verschenk es, wenn man wieder ein Geburtstag ansteht.
Wo Du die Bücher kaufst, in der kleinen Buchhandlung um die Ecke, bei Amazon oder im Flix-Shop,
spielt dabei keine Rolle. Von jedem verkauften Buch bekomme ich einen Anteil und damit kann 
ich dann wieder einen Teil meiner Miete bezahlen. Den größten Anteil bekomme ich allerdings,
wenn Du die Bücher im Flix-Shop bestellst. Zudem unterstützt Du mit deinem Einkauf dort nicht nur mich,
sondern auch Matze und sein Team, die sich um das Lager und den Versand der Bestellung kümmern und
sich gegen die (Buch-)Versandriesen stemmen. Monopol my ass! :-)

Genauso verhält es sich mit den Flix-T-Shirts, die bei Spreadshirt.de stehen, den Postkarten 
auf cartoonkaufhaus.de und dem Merchandise, dass wir im Flix-Shop anbieten.
Jeder Einkauf unterstützt direkt meine Arbeit.

WAS MACHST DU, WENN DU NICHT ZEICHNEST?

Das, was jeder tut, wenn er nicht arbeitet. Essen, trinken, lesen, schlafen,
joggen, einen Kinderwagen schieben oder auf der Yogamatte stehen.